Und bis es so weit ist, gibt es Eiscreme
Zwei Freunde fahren nach Gorleben ins Wendland, um gegen den Castortransport zu demonstrieren. Denn Jäger, der beste Freund des Erzählers, ist der Meinung, bei diesen Protesten ließen sich nicht nur Abenteuer erleben, sondern auch gut Frauen aufreißen – schließlich sei Politik seit Snowden wieder total in. Sie mogeln sich als scheinbare britische Reporter, benannt nach Schauspielern aus der TV-Serie »Doktor Who«, durch die Polizeikontrollen, bekommen Herberge bei einem alten Hippie-Ehepaar und lernen den Zimmermann Joshua kennen.
Doch dann wird Jäger vor dem Zwischenlager in Gorleben von einem Räumfahrzeug überrollt und landet auf der Intensivstation in Dannenberg (Elbe). Der Erzähler weicht ihm nicht von der Seite. Seine Gedanken wandern an die Orte ihrer Freundschaft. Vielleicht stirbt Jäger, vielleicht nicht – aber am Ende ist das gar nicht wichtig. Wichtig ist nur, dass die beiden die beste Zeit ihres Lebens hatten – weil sie Freunde sind.
Autor*in:
Martin Spieß
